Dozenten-Tipp: Was Sie bei Udemy-Kursbildern beachten sollten

Udemy_Bild Kopie

Das Kursbild ist der wichtigste Teil des ersten Eindrucks, den ein potenzieller Kunde von Ihrem Kurs gewinnt. Es ist deshalb auch eins Ihrer wichtigsten Marketing-Hilfsmittel. Dabei müssen Sie aber nicht nur dafür sorgen, dass Ihr Kursfoto aus der Masse heraussticht (und zwar positiv), sondern haben auch ein paar Anforderungen von Udemy selbst zu beachten.

Angesichts dieser großen Bedeutung, die mit dem Cover eines Buches vergleichbar ist, überrascht es beinahe, dass kaum ein Dozent mit der Anfertigung des Bildes einen Profi beauftragt. Falls Sie gar kein grafisches Talent mitbringen, sollten Sie sich das tatsächlich durch den Kopf gehen lassen. Udemy bietet zwar an, das Kursbild für Sie zu erstellen – doch nach den Erfahrungen vieler Dozenten ist es ein bisschen Glückssache, ob dabei wirklich das perfekte Motiv herauskommt.

Technische Anforderungen an das Udemy-Kursbild

Die technischen Anforderungen führt Udemy auf einer eigenen Hilfeseite auf. Sie lassen sich schnell zusammenfassen und leicht umsetzen:

  • Format 16:9
  • 2048 x 1152 Pixel
  • Jpeg, GIF, PNG, BMP

Allerdings müssen Sie beachten, dass je nach Gerät nicht das komplette Bild zu sehen ist. Entscheidende Motivanteile müssen Sie deshalb im zentralen Bereich (siehe Bild oben) unterbringen, der Abmessungen von 1124 x 1152 Pixeln hat. Ich empfehle, Jpeg oder PNG zu verwenden. Ein GIF passt wegen seiner maximal 256 Farben höchstens zu Illustrationen; es darf nicht animiert sein.  Eine Bitmap (BMP) ist einfach Platzverschwendung.

Was auf das Udemy-Kursbild gehört

Bei der Gestaltung des Kursbildes sollten Sie auf die folgenden Punkte achten:

Passt das Bild zum Thema? Das Motiv sollte auf einen Blick verraten, worum es im Kurs geht. Udemy empfiehlt, bei Kursen mit Ansatzpunkt im richtigen Leben Fotos zu verwenden, bei abstrakten Themen (Programmierung etc.) lieber Illustrationen. Das Bild sollte dem Kunden idealerweise anschaulich erklären, welches Problem er mit Hilfe dieses Kurses lösen kann, was der Onlinekurs für ihn oder sie ganz konkret bringt.

Passt das Bild zur Zielgruppe? Motiv und Gestaltung müssen die richtige Zielgruppe ansprechen. Eine sexy Blondine zieht sicher die Blicke von männlichen Kunden auf sich – aber bei einem Yoga-Kurs für Frauen ist das vielleicht gar nicht die perfekte Idee. Ein humorvolles Motiv kann für einen an Geschäftsleute gerichteten Kurs unpassend sein. Aber überlegen Sie auch, ob Ihre Zielgruppe das Motiv überhaupt verstehen kann. Das Bild rechts unten im Screenshot wirbt zum Beispiel mit einem großen „5“-Logo. Versteht ein Anfänger (an die richtet sich der Kurs laut Titel), dass damit HTML 5 gemeint ist?

Haben Sie die richtigen Farben gewählt? Nicht nur Formen, auch Farben sprechen Käufer spezifisch an. Mit einem pinken Hintergrund erreichen Sie selten einen seriösen Eindruck.

Ist das Bild klar und eindeutig? Verwirren Sie den Blick des potenziellen Käufers nicht mit zu vielen Details. Das zweite Bild von links in der oberen Reihe des Screenshots ist ein schlechtes Beispiel für viel zu viele Details.

Ist das Motiv originell? Betrachten Sie Ihre Wettbewerber. Ihr Bild sollte nicht zu sehr aus dem Rahmen fallen, aber auch nicht verwechselbar sein. Betrachtet man die Kursbilder zum Bereich „Programmieren“ unten, sind sie doch alle sehr ähnlich. In diesem Fall gewinnt vermutlich immer der Kurs mit den meisten Bewertungen. Nur das Bild links unten fällt heraus, und zwar nicht unangenehm.

Wie wirkt das Motiv in anderen Größen? Beim Stöbern in den Rubriken werden die Kursbilder mit 480 x 270 Pixeln angezeigt. In der Liste der Suchergebnisse sind die Bildchen sogar nur 125 x 70 Bildpunkte groß. Auch in diesen Formaten muss Ihr Kursbild seine Botschaft noch herüberbringen. Betrachten Sie einmal das Bild unten. Welches der Kursfotos ist auch im kleinen Format noch aussagekräftig? Das Motiv links unten auf jeden Fall, alle anderen haben Optimierungsbedarf.

Die Kursbilder im Kleinformat
Die Kursbilder im Kleinformat. Welches ist am klarsten?

Haben Sie für alle Fotos die nötigen Rechte? Die Verwendung als Kursbild stellt eine kommerzielle Verwendung dar. Das erlaubt nicht jede Lizenz, insbesondere aus dem Creative-Commons-Bereich. Mit einer kommerziellen Bild-Datenbank fahren Sie meist am sichersten. Wenn Sie ein kostenloses Foto verwenden, fragen Sie sicherheitshalber den Urheber und dokumentieren Sie die Verwendungslizenz per Screenshot. Es ist durchaus schon passiert, dass Fotografen im Nachhinein die Lizenzrechte verändert haben.

Was Sie auf dem Kursbild vermeiden sollten

Nicht alles ist auf dem Kursbild erlaubt oder sinnvoll. Was Sie vermeiden sollten:

Ihr Kurstitel – Udemy erlaubt keinen Text auf dem Kursbild, insbesondere den Titel des Kurses nicht.

Ihr Porträt – es sei denn, Sie sind als Person zumindest in der Zielgruppe bereits bekannt.

Ihr Name – auch Ihr Name ist für das Kursfoto tabu.

Udemy-Logo – das Udemy-Logo dürfen Sie nicht verwenden, wohl aber Ihr eigenes oder die Logos beziehungsweise Programmicons zum Thema passender Firmen oder Software. Hier sollten Sie allerdings Vorsicht walten lassen, denn nicht jede Firma mag die kommerzielle Verwendung Ihrer Logos (die urheberrechtlich geschützt sind).

Ihre Internet-Adresse – ist auf dem Kursbild nicht erlaubt.

About Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch „Reise nach Fukushima“ erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis „derneuebuchpreis.de“ in der Kategorie Sachbuch. Matting ist als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS, als Autor für Federwelt und Telepolis und betreut die wöchentliche Video-Kolumne „Mattings Warentest„. Schließlich gibt er auch Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse und an der Online-Akademie Udemy. Matthias Matting ist Vorsitzender des Selfpublisher-Verbandes.

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