Dozenten-Tipp: Was Sie zu den sechs plus eins Inhaltstypen bei Udemy-Kursen wissen müssen

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Wenn Sie Ihren Kurs-Lehrplan erstellt haben, ist im nächsten Schritt eine Entscheidung fällig: In welcher Form präsentieren Sie Ihr Wissen, Ihre Inhalte den Teilnehmern?

Udemy stellt Ihnen grundsätzlich sechs verschiedene Inhaltstypen dafür bereit, die Sie nach Herzenslust mischen können. Abwechslung ist also garantiert. Allerdings muss Ihr Kurs mindestens zu 60 Prozent aus Videos bestehen – in dieser Hinsicht sind Sie also eingeschränkt.

Vorsicht: wenn Sie sich bei einer Lektion für einen Inhaltstyp entschieden haben, können Sie dies nicht mehr ändern. Bei Bedarf müssen Sie die Lektion löschen und neu anlegen.

Entscheiden müssen Sie zudem, ob Sie Ihren Teilnehmern den Download der Inhalte erlauben. Ich bin grundsätzlich dafür – einen wirksamen Kopierschutz für Udemy-Kurse gibt es sowieso nicht. Also biete ich lieber meinen ehrlichen Käufern allen Komfort, den sie sich wünschen.

Was müssen Sie bei den einzelnen Inhaltstypen beachten – und wofür eignen sie sich?

Video

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Videos sind das wichtigste Element Ihrer Kurse. Die Dateien im Format .MP4, .MOV und .WMV (aber nicht .AVI) dürfen nicht größer als 4 Gigabyte sein, dürfen nicht länger ausfallen als 20 Minuten (aber auch nicht kürzer als zwei Minuten) und sollten mindestens 1280×720 Punkte Auflösung besitzen (Format 16:9). Laden Sie sie am besten mit dem Udemy-Uploader hoch. Das Programm gibt es sowohl für Windows als auch für MacOS.

Mögliche Video-Stile sind:

  • „Talking Head“ – Sie erzählen dem Zuhörer etwas. Das schafft persönlichen Kontakt. Visuelle Lerner sind benachteiligt. Udemy fordert, dass bei nicht-techniklastigen Themen wenigstens 20 Prozent der Videos Ihren Kopf zeigen.
  • Screencast – Sie führen etwas am Computer vor. Ideal für Software-Erklärungen. Mit zusätzlichem „Talking Head“ auch persönlicher Kontakt.
  • Erklär-Videos – Erklärungen mit Animation (etwa via Powtoon erstellt). Sehr anschaulich. Eher sparsam einsetzen, nicht um der Form willen.
  • Präsentationen – Sie führen ein PowerPoint am Bildschirm vor. Nicht zu empfehlen, dafür nutzen Sie besser ein Mashup.

Audio

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Audiolektionen sind im MP3- oder WAV-Format möglich, wobei WAV wegen der Dateigröße nicht zu empfehlen ist. Setzen Sie Audio ein, wenn wirklich nur Ihre Stimme wichtig ist, etwa bei musikalischen oder psychologischen Themen. Audio ist außerdem sinnvoll, wenn der Teilnehmer während des Vortrags keine Gelegenheit hat, auf den Bildschirm zu schauen. Die Dateien dürfen maximal 1 Gigabyte groß sein.

Präsentation

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Präsentationen nimmt Udemy im PDF-Format entgegen. Sie müssen Ihre Folien also aus PowerPoint oder Keynote nach PDF exportieren. Präsentationen eignen sich gut, um zahlreiche Fakten in einem Tempo zu zeigen, das der Nutzer selbst bestimmen kann. Ideal für visuelle Lerntypen. Mit einem Mashup (siehe unten) können Sie auch Studenten ansprechen, die lieber durch Zuhören lernen. Präsentationen ermöglichen zudem keinen persönlichen Kontakt.

Dokument

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Dokumente sind ebenfalls PDF-Dateien. Im Unterschied zur Präsentation laufen sie allerdings nicht Seite für Seite (also Slide für Slide) ab, sondern sind in einem scrollbaren PDF-Viewer lesbar. Der Button spricht deshalb auch von einem „E-Book“. Dokumente eignen sich gut für Zusatzinhalte, die nicht als Slides organisiert sind, also zum Beispiel Fließtexte oder bebilderte Prospekte. Die Dateigröße muss unter einem Gigabyte liegen.

Text

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Texte können Sie direkt in einen Texteditor eingeben. Sie können Texte zum Beispiel für Zusatz-Bemerkungen verwenden oder für eine Liste interessanter Websites. Beachten Sie, dass Werbe-Links hier nicht erlaubt sind. Dazu gehören Websites, auf denen sich die Teilnehmer registrieren oder etwas kaufen sollen.

Mashup

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In einem Mashup mischen Sie Video (in diesem Fall einen „Talking Head“) und Präsentation. Der Student kann dann je nach Interesse zwischen Ihnen und der Präsentation hin- und herwechseln. Das Mashup vereint also die Vorteile beider Formen, ohne die Nachteile zu teilen. Es eignet sich naturgemäß nur für Themen, die sich mit PowerPoint-Slides abhandeln lassen, also zum Beispiel nicht für Screencasts. Die Dateien unterliegen den Beschränkungen für Video und Präsentation (siehe oben).

Der Aufwand ist beim Mashup für Sie etwas höher: Sie müssen das Video drehen und schneiden und die Präsentation erstellen, dann beides hochladen und schließlich im Editor synchronisieren (siehe Bild unten).

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Ressourcen

Dieses Inhalte-Element taucht in der offiziellen Übersicht nicht auf, wohl aber bei jeder einzelnen Lektion. Dabei handelt es sich um zusätzliche Elemente, die Sie Ihren Kursteilnehmern zur Verfügung stellen wollen, etwa Muster-Rechnungen, Beispiel-Code oder ähnliches. Die Teilnehmer können diese dann über „Quellen ansehen“ herunterladen.

Es sind fast alle Dateitypen erlaubt. Mit dem Udemy-Uploader können Sie auch ein ZIP-Archiv mehrerer Ressourcen in einem Rutsch hochladen. Jede einzelne Datei darf nicht größer als ein Gigabyte sein.

Möglich sind außerdem externe Ressourcen (etwa Videos von YouTube), diese müssen frei zugänglich sein, sowie Quellcodes (nur für Python und Ruby).

About Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch „Reise nach Fukushima“ erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis „derneuebuchpreis.de“ in der Kategorie Sachbuch. Matting ist als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS, als Autor für Federwelt und Telepolis und betreut die wöchentliche Video-Kolumne „Mattings Warentest„. Schließlich gibt er auch Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse und an der Online-Akademie Udemy. Matthias Matting ist Vorsitzender des Selfpublisher-Verbandes.

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