Drei Methoden, Videos von Bildschirminhalten aufzunehmen – von kostenlos bis komfortabel

Camtasia-PC-Editing

Wer in einem Online-Kurs Vorgänge am Computer erklären muss, kommt mit theoretischen Erläuterungen oder Powerpoint-Slides nicht weit: Sie brauchen ein Bildschirm-Video. Wie nehmen Sie am bequemsten auf, was gerade auf dem Monitor passiert? Ihre Kamera können Sie in diesem Fall im Schrank lassen. Vielmehr benötigen Sie eine so genannte Screen-Capture-Software. Derartige Programme gibt es beinahe wie Sand am Meer. Sie lassen sich aber grob in drei Gruppen aufteilen.

1. Kostenlose Programme zur Bildschirm-Aufnahme

Diese kleinen Tools können vor allem eines: Sie schneiden mit, was Sie gerade mit der Maus am Bildschirm bewirken und was Sie dazu erzählen. Manchmal können sie außerdem noch Mausklicks hervorheben, Ihr Porträt („talking head“) via Webcam in einem kleinen Fenster aufnehmen oder bestimmte Bereiche zoomen. Das Ergebnis ist eine Filmdatei (meist AVI oder MP4), die Sie im Schnittprogramm Ihrer Wahl bearbeiten können.

Vorteil: preisgünstig

Nachteil: externer Schnitt nötig

Beispiele: Quicktime (Mac, kostenlos), Iris Screen Recorder (Mac, 20 Euro), Krut (alle, kostenlos), Active Presenter (Windows, kostenlos), Icecream Screen Recorder (Windows, kostenlos), Windows Media Encoder (Windows, kostenlos)

2. Online-Tools zur Bildschirm-Aufnahme

Wer dauernd unterwegs ist oder mit verschiedenen Computern arbeitet, kann sich mit Online-Tools zur Aufnahme des Bildschirms behelfen. Diese kombinieren in der Regel Aufnahme- und Schnittfunktionen. Fertige Videos werden online abgelegt, lassen sich aber zu YouTube exportieren oder als Datei speichern. In der kostenlosen Version sind diese oft auf eine bestimmte Länge begrenzt.

Vorteil: preisgünstig, überall verfügbar

Nachteil: eingeschränkte Funktionalität

Beispiele: Screencast-o-matic, Screenr, APowersoft Screen Recorder

3. Die Screencast-Dinos und Alleskönner

Programme wie Camtasia und Adobe Presenter bilden die obere Grenze dessen, was Sie ausgeben können und sollten. Es handelt sich hier um echte Alleskönner, mit denen Sie nicht nur aufnehmen, sondern auch schneiden (inklusive diverser Effektfunktionen). Der Komfort hat natürlich seinen Preis.

Vorteil: alles drin

Nachteil: Einarbeitungsphase, hoher Preis

Beispiele: Camtasia (300 Euro für Windows, 100 Euro für Mac), Adobe Presenter (Windows 250 Euro, Mac 300 Euro), Movavi (Windows, 75 Euro)

Den optimalen Weg zur perfekten Bildschirmaufnahme gibt es nicht. Ich nutze zum Beispiel Option 1, weil ich nicht nur Screencasts aufnehme und deshalb sowieso eine separate Schnittsoftware benötige. Wer primär am Computer präsentiert, fährt vermutlich mit der Alleskönner-Software aus Option 3 am besten.

About Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch „Reise nach Fukushima“ erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis „derneuebuchpreis.de“ in der Kategorie Sachbuch. Matting ist als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS, als Autor für Federwelt und Telepolis und betreut die wöchentliche Video-Kolumne „Mattings Warentest„. Schließlich gibt er auch Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse und an der Online-Akademie Udemy. Matthias Matting ist Vorsitzender des Selfpublisher-Verbandes.

3 comments

Schreibe einen Kommentar

*