Geld verdienen bei Udemy: 7 Schritte zur optimalen Plattformstrategie

Platform

Wenn man in den Tiefen der Udemy-Kategorien herumklickt, fällt unter anderem eines schnell auf: Es gibt Kurse, die sind auf den ersten Blick gut gemacht, haben aber nur zwei, drei Studenten. Und dann sieht man andere, die nicht in jeder Hinsicht optimal wirken – aber mit Hunderten Studenten und vielen guten Bewertungen glänzen. Wie entstehen solche Diskrepanzen?

Das Zauberwort, um als Trainer bei Udemy erfolgreich zu sein, heißt „Plattform“. Mit einem einzelnen Kurs werden Sie vielleicht mal ein paar Euro nebenbei einnehmen – aber zu einem wesentlichen Teil Ihres Einkommens wird Ihr Online-Dozentenjob nicht beitragen.

Eine eigene Plattform aufzubauen, hat viele Vorteile:

  • Sie sind vom Udemy-Marketing nicht so abhängig.
  • Der erfolgreiche Start neuer Kurse fällt Ihnen leichter.
  • Sie sind nicht vom Erfolg eines einzelnen Kurses abhängig.
  • Sie brauchen weniger Zeit in die Vermarktung zu investieren.
  • Kurse an existierende Kunden zu verkaufen ist einfacher als neue zu finden.

Natürlich entsteht eine Plattform nicht von allein und nicht von heute auf morgen. Idealerweise beginnen Sie schon mit dem Aufbau, bevor Sie Ihren ersten Kurs online gestellt haben.

1. Wählen Sie das richtige Thema

Die erste Entscheidung ist zugleich die Wichtigste. Sie brauchen ein Kursthema, das sich zu einer Plattform ausbauen lässt. Wenn Sie versuchen, das richtige Thema für Ihren Udemy-Kurs herauszufinden, sollten Sie nicht nur Ihre Vorlieben und Ihr Vorwissen berücksichtigen, sondern sich auch fragen, ob der Bereich für mehrere verwandte Kurse taugt. Haben Sie ein Thema gewählt, sollten Sie mit dem Aufbau einer eigenen Website dazu beginnen. Wie soll die Onlinewelt sonst merken, dass Sie der Experte für dieses Thema sind?

2. Seien Sie großzügig zu Ihren ersten Teilnehmern

Ihre ersten Teilnehmer sind Ihre wichtigsten. Gehen Sie auf ihre Wünsche ein! Halten Sie ständig Kontakt, beantworten Sie Fragen möglichst schnell, halten Sie vielleicht auch ein paar Goodies bereit. Von Ihren ersten Teilnehmern kommen auch die ersten Rezensionen – und es spricht sich herum, ob und wie Sie als Dozent geeignet sind. Wenn das schon am Anfang schief läuft, können Sie Ihre Plattform vergessen.

3. Lernen Sie Ihre Teilnehmer kennen

Benutzen Sie Google Analytics, um Ihre Udemy-Studenten kennenzulernen. Wo kommen sie her? Wer sind sie? Natürlich erfahren Sie ebenfalls eine Menge, wenn Sie Kontakt zu Ihren Teilnehmern aufbauen. Welches verwandte Thema interessiert Ihre Kunden?

4. Entwickeln Sie Kursthemen, die zu Ihrem Hauptkurs passen

Mit dem Wissen über Ihre Teilnehmer können Sie daran gehen, weitere, idealerweise verwandte Themen aufzubereiten. Viele erfolgreiche Dozenten haben eine Reihe von Kursen in verschiedenen Preisregionen im Angebot: einen teuren Hauptkurs (oder mehr davon), dazu kleinere Nebenkurse zu Teilaspekten und schließlich oft auch einen kostenlosen Kurs, der die Grundfragen behandelt. Eine kleine Armada aus Kursen erleichtert das Cross-Marketing enorm.

5. Bauen Sie eine Mailingliste auf und nutzen Sie YouTube und soziale Medien

Die eigene Mailingliste ist das am meisten unterschätzte Marketing-Hilfsmittel. Die hier erreichbaren Konversionsraten sind riesig, verglichen mit den sozialen Medien. Aber auch die sollten Sie zur Vermarktung nutzen. Als Experte für Ihr Thema müssen Sie überall dort präsent sein, wo darüber gesprochen wird. Zeigen Sie Ihre Kompetenz! Aber Achtung: werben Sie nicht schamlos. Interessant ist auch YouTube als Kanal: Hier können Sie Ausschnitte Ihrer Kurse als Teaser verwenden. Couponcode im Abspann nicht vergessen! (Hinweis: Den Kurs „Newsletter mit Mailchimp erstellen“ erhalten Sie hier mit 20 Prozent Rabatt)

6. Arbeiten Sie mit Ihren Konkurrenten zusammen

In den meisten Nischen gibt es mehr als einen Kurs. Konkurrenz belebt nicht nur das Geschäft – es ist auch absolut sinnvoll, dass Sie mit Ihrem Wettbewerber zusammenarbeiten. Schließlich haben Sie beide bereits zahlende Kunden, die sich für Ihr Thema interessieren. Zahlende Kunden zu weiteren Käufen zu bewegen ist einfacher, als ganz neue Kunden zu gewinnen. Und natürlich können Sie (und Ihr Konkurrent) dabei auch etwas verdienen, nämlich über das Affiliate-System. Allerdings sollte der Wettbewerber, den sie ansprechen wollen, ungefähr ähnlich erfolgreich sein wie sie, damit der Gegenwert gleich verteilt ist.

7. Arbeiten Sie mit Affiliates zusammen

Affiliates? Das sind doch die, durch deren Marketing mir 75 Prozent meiner Einnahmen entgehen? Wenn Sie so fragen, denken Sie falsch herum. Affiliates liefern Ihnen Einnahmen in Höhe von 25 Prozent Ihres Kurs-Listenpreises beziehungsweise Couponpreises (siehe Zusammenstellung der Udemy-Einnahme-Aufteilung hier). Das ist mehr, als Sie bei vielen Udemy-Marketingmaßnahmen verdienen. Affiliates haben oft auf Zielgruppen Zugriff, an die Sie selbst nicht herankommen. Nutzen Sie das! Sprechen Sie auch selbst aktiv Menschen an, die mit Ihren potenziellen Studenten vernetzt sind. Vielleicht wissen diese noch gar nichts vom Udemy-Affiliateprogramm.

About Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch „Reise nach Fukushima“ erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis „derneuebuchpreis.de“ in der Kategorie Sachbuch. Matting ist als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS, als Autor für Federwelt und Telepolis und betreut die wöchentliche Video-Kolumne „Mattings Warentest„. Schließlich gibt er auch Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse und an der Online-Akademie Udemy. Matthias Matting ist Vorsitzender des Selfpublisher-Verbandes.

2 comments

Ein sehr informativer Artikel mit ganz wichtigen Informationen. Das wird sicherlich einigen eine sehr große Hilfe sein, denn in diesem Bereich kommen ja doch immer wieder Fragen auf.

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