Ihr Kurs in den Udemy-Apps für iOS und Android: Sieben Fakten, Sie beachten sollten

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Eine wichtige Plattform stellen für Udemy (und damit auch für alle Dozenten) längst auch die mobilen Apps dar, die es schon seit einiger Zeit für iOS und Android gibt. Dazu kursieren einige Halbwahrheiten – deshalb im folgenden eine kleine Zusammenfassung der Besonderheiten der Apps, gegliedert in X Punkte.

1. Welche Kurse sind in der App abrufbar?

Grundsätzlich sind alle Kursinhalte abrufbar, die ein Teilnehmer auf der Website oder in einer der Apps gekauft hat. Zum Kauf gelistet werden allerdings nicht alle Kurse. Dazu muss man wissen, dass Udemy jeden einzelnen Kurs als Bezahl-Inhalt bei Apple beziehungsweise Google anmelden muss. Das dauert meist mehrere Wochen. Früher hatte Apple für die App eine Maximalzahl an Kursen festgelegt, doch diese Grenze gibt es nicht mehr.

2. Was soll ich tun, wenn mein Kurs nicht in der Udemy-App gelistet ist?

Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben. Falls Ihr Kurs mehr als 200 Dollar kostet, wird er nicht in der Android-App erscheinen, denn Google akzeptiert maximal Preise bis 199 Dollar. Bei Apple kann es passieren, dass Ihr Kursinhalt gegen irgendwelche Richtlinien verstößt. Oder Udemy ist einfach noch nicht dazu gekommen… Am besten, Sie frage konkret beim Instrukctorsupport nach.

3. Was kostet mein Kurs im Appstore?

Jedenfalls selten das, was Sie auf der Website festgelegt haben. Einer meiner Kurse kostet zum Beispiel 249,99 Euro (statt eigentlich 299 Euro). Bei Marketing-Aktionen kann der Preis aber auch gern mal auf 11,99 Euro fallen (wenn Sie am Udemy-Marketing teilnehmen). Udemy muss sich hier an die in den Appstores vorgesehen Preisstufen (Tiers) halten. Diese werden ermittelt, indem man den Nettopreis des Kurses in US-Dollar mit der Liste der Tiers vergleicht und die nächstniedrigere Stufe wählt. Das ergibt bei mir 249 Dollar beziehungsweise (bei Apple) Tier 77, was auch 249,99 Euro entspricht.

Wenn Sie den Preis Ihrs Kurses auf der Website ändern, kann es auch eine Weile dauern, bis sich das in der App widerspiegelt.

4. Welchen Anteil der Einnahmen erhalte ich?

Vom Nettopreis muss Udemy 30 Prozent an den Plattform-Betreiber abgeben. Von diesem Betrag gehen dann je nach Vermarktungsart 97, 50 oder auch nur 25 Prozent an Sie. Sie erhalten also maximal 67,9 Prozent vom Nettopreis, den der Kunde gezahlt hat.

5. Wo kann der Student in der App Promo-Codes eingeben?

Das funktioniert in der App gar nicht, da die Appstores keine Rabattcodes zulassen. Empfehlen Sie Ihren Studenten deshalb unbedingt, den Code im Webbrowser einzugeben.

6. Welche Inhalte funktionieren in den Udemy-Apps?

Derzeit funktionieren beinahe alle von Udemy vorgesehen Inhaltstypen, inklusive Mashups und zusätzlichen Ressourcen etwa im PDF-Format. Mit drei Ausnahmen:

  • Quizzes blendet die App grundsätzlich aus.
  • iFrame-Lektionen meldet die App als „unbekanntes Lektionsformat“.
  • Im ZIP-Format bereitgestellte Zusatz-Downloads lassen sich nicht herunterladen.

7. Welche Udemy-Zusatzfunktionen sind in der App nutzbar?

Die Apps spiegeln die Funktionalität der Website inzwischen schon sehr gut wieder. Die Teilnehmer können zu jeder Lektion Fragen stellen, Ankündigungen werden angezeigt, Untertitel werden mit abgespielt. Aber es lassen sich auch alle Lektionen auf das Gerät herunterladen – eine wesentliche Voraussetzung, auch ohne Internetverbindung Kurse belegen zu können. Nur die Suchfunktion arbeitet noch etwas schlechter als die sowieso schon nicht besonders glänzende Udemy-Suche…

Meldung bei einer iFrame-Lektion
Meldung bei einer iFrame-Lektion

About Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch „Reise nach Fukushima“ erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis „derneuebuchpreis.de“ in der Kategorie Sachbuch. Matting ist als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS, als Autor für Federwelt und Telepolis und betreut die wöchentliche Video-Kolumne „Mattings Warentest„. Schließlich gibt er auch Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse und an der Online-Akademie Udemy. Matthias Matting ist Vorsitzender des Selfpublisher-Verbandes.

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