Sieben Verbesserungsvorschläge aus Dozentensicht, die Udemy zur optimalen Kursplattform machen würden

Danke

Beim täglichen Umgang mit Udemy als Plattform, auf der ich eigene Kurse einstellen kann, fallen mir ab und zu Details auf, die noch nicht optimal gelöst sind. Es handelt sich dabei nicht um Vorschläge, die den Kern des Geschäftsmodells betreffen – ich denke, es ist klar genug, dass Udemy als Firma selbst entscheiden muss, wohin die Reise geht. Aber es gibt doch noch einige Stellen, wo eine technische Weiterentwicklung vielen Dozenten helfen würde (und damit auch Udemy selbst). Natürlich gehört zu meinen Wünschen an Udemy auch die verstärkte Präsenz im deutschen Markt – aber das gehört sicher auch zu Udemys Zielen.

1. Die Teilnahme am organischen Marketing sollte auf Kursbasis einstellbar sein

Derzeit muss ich mich entscheiden, ob ich all meine Kurse von Udemy vermarkten lassen will – oder eben nicht. So pauschal lässt sich diese Entscheidung aber nicht treffen. Manche Themen kann ich eben wunderbar selbst an meine Community vermarkten – bei anderen würde mir

2. Die Platzierung von Kursen in den Kategorien sollte transparent sein

Wie ein Kurs vom Nutzer gefunden werden kann, scheint sowohl aus Nutzer- als auch aus Dozentensicht derzeit Zufall zu sein. Das ist nicht motivierend für den Dozenten und bestenfalls unbefriedigend für den Nutzer. Bestes Vorbild für Transparenz ist Amazon: Die Kindle-Charts werden stets nur von einem einzigen Faktor getrieben: von den Verkaufszahlen. Udemy sollte Kriterien finden, veröffentlichen (!) und umsetzen, die von jedermann nachvollziehbar sind.

3. Udemy sollte weitere Zahlungsanbieter unterstützen

Paypal als alleiniger Zahlungsanbieter behindert das Wachstum der Plattform insbesondere im Endkundenbereich (und speziell in Deutschland).

4. Der Bulk Uploader sollte auch zum Upload von Test- und Werbevideos geeignet sein

Alle Lektionen lassen sich bequem mit dem Bulk-Uploader hochladen – nur bei Test- und Werbevideos versagt das Tool. Das ist nicht nachvollziehbar und führt zu ärgerlichen Fehlversuchen.

5. Abomodelle sollten unterstützt werden

Zusätzlich zur Pauschalzahlung sollten Dozenten auch ein Kurs-Abonnement anbieten können. Auf diese Weise verringern sich die Einstiegshürden für die Nutzer, und die Kundenbeziehung lässt sich besser pflegen. Dozenten sind stärker motiviert, ihre Kurse ständig weiterzuentwickeln.

6. Der Verkauf von Kurs-Paketen (Bundles) sollte ermöglicht werden

Bundles lassen sich derzeit nur umständlich über den Paket-Verkauf mehrerer Coupons realisieren. Hier sollte Udemy eine einfachere Möglichkeit einführen, die auch auf der Website sichtbar ist.

7. Die Einbindung zeitgesteuerter Inhalte würde Kurse abwechslungsreicher machen

Könnten Dozenten bestimmte Inhalte erst nach bestimmter Zeit zugänglich machen („drip content“), würde dies das Kurs-Erlebnis und die Bindung zum Dozenten für den Teilnehmer verbessern. So könnten z.B. echte Hausaufgaben aufgegeben und geprüft werden – erst danach käme das „okay“, mit dem Kurs fortzusetzen.

So weit meine Vorschläge. Die Reihenfolge stellte dabei auch die Dringlichkeit dar. Haben Sie noch weitere Vorschläge? Dann gern kommentieren…

 

 

About Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch „Reise nach Fukushima“ erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis „derneuebuchpreis.de“ in der Kategorie Sachbuch. Matting ist als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS, als Autor für Federwelt und Telepolis und betreut die wöchentliche Video-Kolumne „Mattings Warentest„. Schließlich gibt er auch Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse und an der Online-Akademie Udemy. Matthias Matting ist Vorsitzender des Selfpublisher-Verbandes.

2 comments

Die Liste hört sich nicht schlecht an, Matthias :)
Aus „Kundensicht“ wäre noch zusätzlich eine Sortierung der belegten Kurse in die ursprünglichen Kategorien oder besser in freie Kategorien sinvoll.
Die Idee mit dem Abomodell finde ich nicht schlecht – wiederspricht aber dem Gedanken der „Lifetime“-Verfügbarkeit für alle Kurse. Eine Teilzahlungsoption wäre aber sicher nett – damit könnte man möglicherweise auch höherpreisige Kurse besser verkaufen.

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