Udemy-Marketing: Am Ende gibt’s Geschenke – die Bonuslektion

Bonus and Brick Wall in the Background

Was das Unterbringen von Werbung jeglicher Art im Kurs betrifft, ist Udemy als Plattformbetreiber ziemlich streng. Sie dürfen, kurz gesagt, im Kurs weder auf kostenpflichtige Zusatz-Angebote (egal ob eigene oder fremde) hinweisen noch auf Seiten, bei denen das Login der Nutzer gefordert ist. Davon ausgenommen sind in der entsprechenden Udemy-Policy lediglich kursrelevante Inhalte. Wenn Sie also einen Kurs über das kostenpflichtige Angebot X anbieten und in den Kurs-Voraussetzungen darauf verweisen, dann gilt Ihr Verweis dort hin nicht als Werbung (der Link sollte dann aber auch keinen Affiliate-Tag tragen).

Müssen Sie deshalb ganz auf Marketing innerhalb Ihres Kurses verzichten? Nein. In der allerletzten Lektion dürfen Sie fast alles unterbringen, was woanders verboten ist. Wir sprechen von der so genannten Bonuslektion (bonus lecture). Dabei handelt es sich in der Regel um eine Textlektion. Dieses Lektionsformat ist hier praktisch, weil Sie direkt klickbare Links darin unterbringen können.

Wie Sie die Bonuslektion gestalten sollten

Wichtig aus Udemy-Sicht sind zwei Anforderungen: Erstens muss es sich um die allerletzte Lektion handeln. Zweitens muss Sie „Bonuslektion“ heißen. Ergänzungen des Namens sind möglich – und das sollten Sie nutzen. Machen Sie den Nutzer neugierig auf den Bonus, geben Sie ihm einen Tipp, was ihn erwartet. Etwa wie Überschriften wie diesen:

  • Bonuslektion: Ihr eBook-Geschenk und weitere Rabatte
  • Bonuslektion: Sonderangebote für treue Kunden
  • Bonuslektion: Deine Gratis-Download-Belohnung
  • Bonuslektion: Exklusiver Zugang zu unserem Mastermind
  • Bonuslektion: Sparen Sie 80 Prozent auf all unsere Kurse
  • Bonuslektion: 15 Minuten persönliche Beratung kostenlos!
  • Bonuslektion: Gratis-Webinar – drei Top-Experten lösen Ihr Problem

Die Überschriften geben schon einen Hinweis darauf, was Sie in der Bonuslektion anbieten können. Das Material sollte für die Kursteilnehmer relevant sein (ansonsten verliert die Lektion ihre Wirkung). Am besten funktionieren in der Regel Geschenke, die Sie durch weitere Boni ergänzen können. Wie wäre es etwa mit:

  • Download-Geschenke, wie man sie auch für Newsletter-Signups verwendet (Checklisten, eBooks usw.)
  • Coupon-Codes für andere Kurse – sowohl eigene als auch fremde. Hier können Sie einen Austausch mit anderen Dozenten vereinbaren. Keine Angst vor Konkurrenz: Wer einen Kurs gekauft hat und zufrieden war, kauft auch einen zweiten!
  • Verweis auf Ihren Newsletter (mit Belohnung)
  • Hinweis auf Ihre Website, Ihren YouTube-Kanal, Facebook-Gruppe usw.
  • Kurzvorstellung Ihres eBooks / Buches bei Amazon & Co.
  • Präsentation Ihrer Seminare oder Webinare, mit Sonderrabatt für Kursteilnehmer
  • Erläuterung Ihres Coaching- oder Beratungs-Angebots

Dabei sollten Sie jeweils mit den für Sie wichtigsten beginnen. Tipp: Verwenden Sie bei Coupons in der Bonuslektion jeweils einen eigenen Code, dann wissen Sie, woher der neue Teilnehmer gekommen ist.

Was bei der Bonuslektion verboten ist

Bei der Gestaltung der Bonuslektion sind Sie ziemlich frei. Natürlich dürfen Sie nicht auf illegale Angebote verweisen. Sie dürfen die Geschenke auch nicht davon abhängig machen, ob jemand eine Bewertung verfasst hat.

Wichtig ist jedoch, dass Sie ansonsten (etwa in der Kursdiskussion oder in den Educational Messages) nicht darauf verweisen dürfen. Die Bonuslektion muss überall dort ungenannt bleiben, wo Werbung verboten ist (also fast überall). Sie darf auch nicht als kostenlose Vorschau angeboten werden.

Sie haben noch gar keine Bonuslektion? Dann wird es Zeit. Neben der Werbenachricht (Promotional Announcement) ist sie das zweitwichtigste Marketing-Instrument auf Udemy.

Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Wann ist die Resonanz besonders gut?

About Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch „Reise nach Fukushima“ erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis „derneuebuchpreis.de“ in der Kategorie Sachbuch. Matting ist als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS, als Autor für Federwelt und Telepolis und betreut die wöchentliche Video-Kolumne „Mattings Warentest„. Schließlich gibt er auch Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse und an der Online-Akademie Udemy. Matthias Matting ist Vorsitzender des Selfpublisher-Verbandes.

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